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Naturerfahrungsraum Ziegenbrink – „Natur im Viertel – entdecken und erleben“

Mit dem Naturerfahrungsraum Ziegenbrink entsteht im Süden Osnabrücks ein lebendiger Lern- und Erlebnisort für Kinder, Jugendliche und Familien. Ziel des Projekts ist es, Natur im direkten Wohnumfeld sichtbar und erfahrbar zu machen. Durch vielfältige umwelt- und erlebnispädagogische Angebote soll die biologische Vielfalt des Stadtteils greifbar werden und ein niedrigschwelliger Zugang zu Natur ermöglicht werden. Das Vorhaben ist Teil des Förderprojekts OSNAtürlich und damit eingebettet in die kommunale Biodiversitätsstrategie der Stadt Osnabrück.

Zielgruppen

  • Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 14 Jahren aus Schölerberg, Kalkhügel und Nahne
  • Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen
  • Familien und Einzelpersonen
  • Pädagogische Fachkräfte und Begleitpersonen

Copyright: FOTO CinematicWorks

Projektziele

  • Stärkung der Naturverbundenheit im urbanen Raum
  • Vermittlung biologischer Vielfalt durch unmittelbare Naturerfahrung
  • Aufbau langfristiger, nachhaltiger Bildungsangebote
  • Vernetzung lokaler Akteure und Förderung von Patenschaften
  • Unterstützung eigenständiger Naturerkundung durch Orientierungshilfen

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Die Lega S Jugendhilfe übernimmt  im Auftrag der Stadt Osnabrück die Umsetzung des Naturerfahrungsraumes Ziegenbrink  – basierend auf langjähriger Erfahrung in Bildung für nachhaltige Entwicklung und der pädagogischen Arbeit an der Nackten Mühle.

Der Projektstart erfolgt im September 2025 mit Konzeptionsarbeit, Materialbeschaffung und ersten Abstimmungen mit unseren Kooperationspartnern: dem Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink und dem Fachbereich Klima, Natur und Umwelt der Stadt Osnabrück. Ab März 2026 starten die ersten Angebote. Die Laufzeit des geförderten Gesamtprojekts endet Ende 2029.

Warum Naturerfahrungsräume wichtig sind

Für gesundes Aufwachsen benötigen Kinder Orte, an denen sie frei spielen, Natur erkunden und eigene Erfahrungen sammeln können. Besonders in dicht bebauten, mehrfach belasteten Stadtquartieren bieten Naturerfahrungsräume oft die einzige Möglichkeit für solche Erlebnisse.

Der Naturerfahrungsraum Ziegenbrink soll zu einem offenen, vielfältigen und naturnahen Begegnungsort werden – ein Raum für Fantasie, Abenteuer, selbstbestimmtes Spiel und Naturwissen. Hier können Kinder Tieren und Pflanzen unmittelbar begegnen und ökologische Zusammenhänge verstehen lernen.

Copyright: Foto Andrey

Naturerfahrungsräume verzichten bewusst auf Spielgeräte und technische Strukturen. Stattdessen ermöglichen natürliche Elemente, wilde Vegetation und abwechslungsreiche Geländeformen ein Erlebnisfeld, das sowohl kindgerechtes Spielen als auch naturschutzfachliche Ziele unterstützt:

  • Schutz und Entwicklung von Lebensräumen für robuste, teils bedrohte Arten
  • Frühzeitige emotionale Bindung an Natur, die langfristig zu Engagement im Naturschutz motiviert

Was der Naturerfahrungsraum Ziegenbrink nicht ist

  • kein Spielplatz mit Geräten oder künstlichen Naturelementen
  • kein Abenteuerspielplatz mit technischem Schwerpunkt und Betreuungspflicht

Unsere Angebotsformate

Wir möchten Kinder und Jugendliche einladen, Natur direkt vor der Haustür zu erleben. Beispiele für unsere Projektmodule:

  • Sonnenwiese – Streuobst entdecken, Bestäuber verstehen, Ökosystem Wiese
  • Waldwiese – Lebensräume im Übergang erforschen
  • Wilder Wald – Abenteuer Natur, Tierspuren, Lebensraum Wald

Unsere Themenschwerpunkte

  • Biodiversität auf Wiesen, Bestäuberinsekten, Streuobst
  • Lebensräume Wald/Wiese, Nahrungsketten, ökologische Kreisläufe
  • Orientierung, Waldökologie, wilder Naturraum

Unsere Kooperationen

o Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink

o Kitas und Schulen der Stadtteile Kalkhügel, Schölerberg, Nahne und Rosenplatz

Umweltpädagogin Paulina Lüttmann

Copyright: Foto Kai ter Heide

Ansprechpartnerin:

Paulina Lüttmann
Mail: ziegenbrink@lega-s.de
Fon: 01751916783

 

Bericht zur Eröffnungsveranstaltung

Der grüne Finger ruft – Naturerfahrungsraum Ziegenbrink ist eröffnet

Ein neues umweltpädagogisches Angebot im Stadtteil Schölerberg bietet Kindern und Jugendlichen im Alter von vier bis 14 Jahren Raum für unmittelbare Naturerfahrungen. Die Stadt Osnabrück und die Lega S Jugendhilfe haben am 06.03.2026 anlässlich des Jubiläumsjahres „100 Jahre grüne Finger“ das Gemeinschaftprojekt „Naturerfahrungsraum Ziegenbrink“ eröffnet. Ab sofort kann auf Baumstämmen balanciert werden, Hütten können gebaut werden und und und – das Gelände am Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink bietet sehr viel Freiraum für eigene abenteuerliche Ideen.

Die Lega S Jugendhilfe kümmert sich um den inhaltlichen und organisatorischen Teil des Projektes. Paulina Lüttmann, Umweltpädagogin bei der Lega S Jugendhilfe, übernimmt die pädagogische Begleitung des Projekts. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen die Kinder und Jugendlichen, denen sie ein breites Erfahrungsspektrum zugänglich machen möchte: Insekten beobachten, Fledermäusen beim Jagen zuschauen, Äpfel von der Streuobstwiese probieren oder die Wildwiese untersuchen.

Damit Kinder und Jugendliche eine nachhaltige Bindung zur Umwelt aufbauen, stellt Paulina Lüttmann ihre Arbeit unter das Motto: Man schützt lieber das, was man kennt, als das, was man nicht kennt. Es warten also viele neue Bekanntschaften und Erlebnisse in diesem spannenden Naturerfahrungsraum auf die jungen Besucherinnen und Besucher.

Das Projekt wäre allerdings nicht ohne die anderen Projektpartner zustande gekommen:

  • Die Stadt Osnabrück und die Hochschule Osnabrück, für die das Projekt ein zentrales Element der Biodiversitätsstrategie OSNATÜRLICH darstellt.
  • Das Bundesamt für Naturschutz und das Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, die das Projekt mit ca. 135,000 € fördern.
  • Und die Lega S Jugendhilfe, die ihr umweltpädagogisches Know-How einbringt und sich inhaltlich und organisatorisch um das laufende Projekt kümmert.

Auf der Bühne standen Stadtbaurat Thimo Weitemeier, Osnabrücks Biodiversitätsmanager Martin Rudolph und die Umweltpädagogin Paulina Lüttmann. Thomas Solbrig, Geschäftsführer der Lega S Jugendhilfe, führte mit viel Humor durch die Eröffnungsveranstaltung.

Anschließend konnten die Besucherinnen und Besucher die Infostände des BUND, der Nackten Mühle und der Grashüpfer besuchen. Und als Sahnehäubchen gab es kostenlose Leckereien vom Grill, aus dem Waffeleisen und vom Kuchentisch.

Einen weiteren Bericht gibt es hier:

Bericht der Stadt Osnabrück zur Eröffnung des Naturerfahrungsraums Ziegenbrink

Unser vorläufiges Programm:

Mit dem Naturerfahrungsraum entsteht ein neuer außerschulischer Lernort für Umweltbildung in Osnabrück, an dem Natur mit allen Sinnen erfahrbar wird. Künftig bieten wir hier – im Rahmen eines geförderten Projektes – kostenfreie Umweltbildungsveranstaltungen für Schulen, Kitas und weitere Bildungseinrichtungen an.

Die Angebote beinhalten folgende Themen:

  • Forschen und Entdecken im Waldökosystem
  • Artenvielfalt auf der Wiese erleben
  • Insekten beobachten und bestimmen
  • Spannendes Wissen über Fledermäuse und Vögel
  • Vom Apfelbaum bis zum Saft – Naturkreisläufe verstehen

Alles Weitere (Termine etc.) demnächst HIER!

 

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